Über uns
Warum es diese Seite gibt
Im Frühjahr 2007 stellten drei Kölner Studenten eine Website ins Netz, auf der Schüler ihre Lehrer benoten konnten. Spickmich hieß sie, und binnen anderthalb Jahren hatten sich 800.000 Schüler dort angemeldet. Eine Lehrerin klagte bis zum Bundesgerichtshof, der 2009 entschied, dass die Bewertung beruflicher Leistung in dieser Form zulässig ist. Kurz darauf kam mit Schulradar eine Schwesterseite für Eltern dazu. Im August 2014 wurden beide Portale ohne Begründung abgeschaltet. Was blieb, waren die Google-Rezensionen, die neben jedem Schuleintrag in Maps standen: mal treffend, oft anonym, manchmal ein Scherz aus der Pause, manchmal der Frust über eine Fünf.
Am 30. April 2025 zog Google auch diese Möglichkeit zurück. Sämtliche Bewertungen allgemeinbildender Schulen wurden gelöscht, neue sind seitdem nicht mehr erlaubt, weltweit. Die Begründung war nachvollziehbar: zu viele unbrauchbare Einträge, zu wenig Bezug zur Schule. Die Folge ist trotzdem eine Lücke. Wer heute wissen will, wie es an einer Schule zugeht, findet die Homepage der Schule, den Tag der offenen Tür und das, was die Nachbarin erzählt. Eine Stelle, an der Eltern ihre Erfahrungen für andere Eltern aufschreiben, gibt es in Deutschland seit diesem Tag nicht mehr.
Was wir anders machen
Schulerfahrung.com ist der Versuch, diese Lücke zu schließen, und zwar so, dass die Probleme der alten Portale nicht wiederkehren. Bei uns bewerten Eltern, Schüler und ehemalige Schüler die Schule, nicht einzelne Lehrkräfte. Jede Bewertung wird per E-Mail bestätigt und von der Redaktion gelesen, bevor sie erscheint. Eine Schulseite ist erst dann öffentlich, wenn mindestens eine geprüfte Erfahrung dazu vorliegt; wir veröffentlichen keine leeren Profile und keine automatisch erzeugten Texte über Schulen, die niemand kennt. Und jede Schule kann über unser Kontaktformular auf Fehler in ihren Stammdaten hinweisen oder eine Bewertung beanstanden, die wir dann prüfen.
Wir wissen, dass eine Bewertung eine Momentaufnahme ist. Ein Kind, eine Klasse, ein Schuljahr. Deshalb zeigen wir Erfahrungen nebeneinander, mit Datum, und deshalb halten wir uns mit Ranglisten zurück. Was wir wollen, ist kein Urteil über eine Schule, sondern ein ehrlicheres Bild, als es die Homepage der Schule zeichnen kann.
Wer dahintersteht
Hinter Schulerfahrung.com steht eine kleine Redaktion, die seit mehreren Jahren Bewertungsplattformen in Deutschland aufbaut und betreut, unter anderem für Kitas und für Unternehmen. Wir kennen die Fragen, die dabei jeden Tag aufkommen: Wann ist eine Kritik berechtigt und wann ist sie eine Abrechnung, wie erkennt man gefälschte Einträge, wie geht man mit einer Schulleitung um, die sich ungerecht behandelt fühlt. Diese Erfahrung ist der Grund, warum wir uns dieses Thema zutrauen, das schwieriger ist als die meisten anderen: Es geht um Kinder, und es geht um Menschen, die sie unterrichten.
Die Ratgeber auf dieser Seite schreiben wir selbst. Wir recherchieren die Zahlen und Regelungen bei Kultusministerien, Statistischen Ämtern und Kultusministerkonferenz und nennen die Quelle, wenn wir eine Zahl verwenden. Wenn sich etwas ändert, ändern wir den Text. Wenn wir etwas falsch haben, freuen wir uns über einen Hinweis über das Kontaktformular.
Woran wir uns messen lassen
Wir nehmen kein Geld von Schulen. Keine Schule kann bei uns eine bessere Platzierung kaufen, keine Bewertung lässt sich gegen Geld entfernen. Was gelöscht wird, wird gelöscht, weil es gegen unsere Regeln verstößt: Beleidigungen, Namen von Lehrkräften, Behauptungen ohne erkennbaren Bezug zur Schule. Alles andere bleibt stehen, auch wenn es einer Schule nicht gefällt.
Wenn Sie Erfahrungen mit einer Schule gemacht haben, gute oder schlechte, dann sind Sie hier richtig. Die nächste Familie, die vor derselben Entscheidung steht, wird sie lesen. Schule finden und bewerten.